ROWE RACING verlässt die „Grüne Hölle“ trotz starker Performance mit leeren Händen

Nach überzeugenden Auftritten im Qualifying und Führungsrunden im Rennen scheiden beide BMW M4 GT3 vorzeitig aus / Eine Kollision und ein technischer Fehler lassen Träume platzen
St. Ingbert, 29. Mai 2022 – ROWE RACING hat bei der 50. Auflage der ADAC 24h Nürburgring ein bitteres Wochenende erlebt. Der neue BMW M4 GT3 zeigte bei seinem ersten Einsatz im „Eifel-Marathon“ eine starke Performance, bescherte der Mannschaft aus St. Ingbert einen Startplatz in der ersten Reihe und Führungsrunden. Doch eine unerfreuliche Kollision und ein technischer Defekt ließen die Hoffnung auf die dritte Podiumsplatzierung in Folge schon frühzeitig platzen.
 

In den Qualifying-Sitzungen am Donnerstag und Freitag hatte ROWE RACING seinen Platz im Kreis der Favoriten eindrucksvoll unterstrichen. Der Südafrikaner Sheldon van der Linde fuhr im #98 BMW M4 GT3 die beste Zeit der ersten drei Trainingssitzungen und katapultierte seine Crew noch in das für die Startaufstellung entscheidende zweite Top-Qualifying. Dort stellte der Brasilianer Augusto Farfus das Schwesterauto mit der #99 in die erste Startreihe – zum zweiten Mal in Folge für ROWE RACING nach der Pole Position aus dem Vorjahr.

In der spektakulären Startphase des Rennens behauptete der Österreicher Philipp Eng zunächst trotz eines Remplers eines Konkurrenten in der ersten Kurve zunächst seinen zweiten Rang und übernahm in der vierten Runde die Führung. Auch Augusto Farfus, der nach sieben Runden das Cockpit von Philipp Eng übernommen hatte, schob sich zum Ende seines Stints wieder auf Rang eins. 

Doch kurz darauf begann das Pech. Zunächst wurde der Brite Nick Yelloly in der Boxengasse von einem Konkurrenten angerempelt, eine Runde später trafen sich die beiden Kontrahenten unglücklich auf der Strecke wieder, wobei der #99 BMW M4 GT3 so stark beschädigt wurde, dass das Fahrzeug aufgeben musste. Der US‑Amerikaner Connor De Phillippi kam so nicht mehr zum Einsatz.

Das Schwesterauto mit der #98 sprang zunächst in die Bresche. Nach konzentrierten Auftritten des zweimaligen deutschen DTM‑Champions Marco Wittmann, des Südafrikaners Sheldon van der Linde, John Edwards aus den USA und des Niederländers Nick Catsburg lag die von Position 13 gestartete Crew nach gut sieben Rennstunden in Führung, als Sheldon van der Linde nach einem technischen Defekt an der Radaufhängung vorne rechts die Kontrolle über den BMW M4 GT3 verlor. Bei dem heftigen Einschlag in die Leitplanken hinter der Niki‑Lauda‑Kurve blieb der Südafrikaner glücklicherweise unverletzt, das Rennen war für die Mannschaft aus St. Ingbert allerdings beendet.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das war natürlich nicht das Ergebnis bei der 50. Auflage der 24h Nürburgring, das wir uns gewünscht hatten. Eigentlich hatte von den Qualifyings an und auch in der Anfangsphase des Rennens die Performance bei den Autos, bei den Fahrern und beim Team “gepasst. Beide Fahrzeuge hatten das Rennen dabei sogar angeführt. Doch dann haben wir durch eine Unachtsamkeit beim ersten Auto und einen technischen Defekt beim zweiten Auto beide BMW M4 GT3 vorzeitig verloren. Das ist natürlich sehr bitter, wenn man weiß, dass das Fahrzeug siegfähig gewesen wäre. Aber wir haben auch unsere Zielvorgabe eines fehlerfreien Rennens nicht erfüllt und zudem gesehen, dass unser neues Fahrzeug über die Distanz noch nicht standfest genug ist. So ist der Rennsport, wir lassen uns davon aber nicht unterkriegen. Das muss man auch ertragen können. Wir werden jetzt nach vorne schauen und alles daransetzen, es bei den nächsten Einsätzen besser zu machen. Vielen Dank an die Fahrer, an unser ganzes Team und an BMW für die ganze Arbeit in den letzten Wochen, das Auto auf den Stand zu bringen, den wir hier erlebt haben.“

Sheldon van der Linde (#98 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Eigentlich lief das Rennen sehr gut, und wir konnten viele Positionen gutmachen. Ich habe mich in meinem ersten Nacht‑Stint wohl gefühlt, hatte dann aber leider diesen Unfall aufgrund eines technischen Defekts. Mein Highlight des Wochenendes war die Runde in Top-Qualifying 1. Der Druck, uns in Q2 zu bringen, war sehr groß, denn wenn du nicht in den Top‑20 startest, ist es schwierig, ganz nach vorn zu kommen. Doch ich habe eine super Runde hinbekommen. Dass das Wochenende dann so zu Ende gegangen ist, ist schade, aber da kann man nichts machen.“


Nick Yelloly (#99 ROWE RACING BMW M4 GT3): „So früh auszufallen ist natürlich enttäuschend – für mich, für das Team und für BMW M Motorsport. Wir sind zu dritt in die Kurve eingefahren, und als ich gemerkt habe, dass der Porsche von ganz rechts rüberzieht, konnte ich nicht mehr rechtzeitig bremsen. Letztlich war es ein Fehler von mir. Es tut mir sehr leid für das Team, das beide Fahrzeuge verloren hat. Der BMW M4 GT3 ist jedoch super zu fahren und hat großes Potenzial. Wir werden zurückkommen und sicher früher oder später dieses Rennen gewinnen.“


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HAUTNAH DABEI

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