Nächste Pole Position und nächstes Podium für ROWE RACING – und dann das Rennpech (hoffentlich) aufgebraucht

Sehr gutem Samstag folgt bei den 24h Qualifiers ein Doppelausfall am Sonntag / Performance für das Saisonhighlight bei den ADAC 24h Nürburgring auf dem richtigen Weg

St. Ingbert, 8. Mai 2022 – Erst ein starker Samstag mit Pole Position in Rekordzeit und den Plätzen zwei und vier im Rennen, dann ein Sonntag, an dem der Fehlerteufel gleich doppelt zugeschlagen hat: ROWE RACING hat bei der Generalprobe für die 50. Auflage der ADAC 24h Nürburgring am 28./29. Mai die komplette Bandbreite der Emotionen erlebt. Bei den 24h Qualifiers im neuen Format mit zwei getrennten Drei-Stunden-Rennen zeigte die Mannschaft aus St. Ingbert erneut die starke Performance des neuen BMW M4 GT3 und hat dann an einem verkorksten Sonntag mit einem Doppelausfall hoffentlich alles Rennpech vor dem Saisonhöhepunkt aufgebraucht.

Das Wochenende begann am Freitagabend perfekt für ROWE RACING. Wie schon vor dem Sieg beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie holte der Brasilianer Augusto Farfus für das erste Rennen der 24h Qualifiers die Pole Position für den #99 BMW M4 GT3 der Mannschaft aus St. Ingbert. Seine Zeit von 8:08,421 Minuten war die schnellste jemals gefahrene Trainings-Runde auf der 25,378 Kilometer langen 24h‑Variante des Nürburgrings. Der Südafrikaner Sheldon van der Linde holte im #98 BMW M4 GT3 Startplatz fünf.

Im Rennen am Samstag behauptete der Österreicher Philipp Eng Platz eins, bevor der Brite Nick Yelloly auf der Döttinger Höhe seinen Landsmann Dan Harper aus dem in der GT World Challenge Europe auch für ROWE RACING fahrenden BMW Junioren passieren lassen musste.

Im Schlussstint arbeitete sich Augusto Farfus wie im NLS-Rennen an den deutschen BMW Junior Max Hesse heran, verlor aber dann wertvolle 15 Sekunden, als ein vor ihm fahrendes überrundetes Fahrzeug das Ende einer Code-60-Zone nicht erkannt und erst deutlich später wieder beschleunigt hatte.

Da noch Gelbe Flaggen geschwenkt wurde, hatte „Gustl“ nicht überholen dürfen. Am Ende fehlten 10,490 Sekunden zum Sieg. Im Schwesterfahrzeug mit der #98 kamen der zweimalige deutsche DTM‑Champion Marco Wittmann, der Niederländer Nick Catsburg und Sheldon van der Linde auf Platz vier. Der Südafrikaner verpasste nach einem starken Schlussspurt den dritten Rang nur um 0,794 Sekunden.

Am Sonntag holten Sheldon van der Linde und Augusto Farfus im Einzelzeitfahren des Top‑Qualifyings die Startplätze fünf und sechs. Beim Start schob sich Marco Wittmann an einem Konkurrenten und auch an Philipp Eng im Schwesterauto vor auf Rang vier. Noch spektakulärer war sein Manöver in der dritten Runde auf der Döttinger Höhe, als er bei Tempo 270 erst einen Schubser von hinten bekam, danach aber gleich an zwei Konkurrenten gleichzeitig vorbei ging.

Mit den ersten Boxenstopps begann aber dann für beide Fahrzeuge die Pechsträhne. Nachdem Nick Yelloly den #99 BMW M4 GT3 übernommen hatte, streikte ein ABS-Sensor und der Brite musste das Fahrzeug nach einer weiteren Runde in der Box abstellen. Kurz danach kam die #98 nach einer kurzen Schleife über die Grand‑Prix‑Strecke zurück an die Box. Zuvor hatte es beim Fahrerwechsel auf Nick Catsburg ein „Unsafe Release“ gegeben, wodurch der #98 BMW M4 GT3 von einem anderen Fahrzeug gerammt wurde und danach die Fahrertür offen stand. Nach einer Reparaturpause ging das Fahrzeug zwar noch einmal zurück ins Rennen. Nach einer Zeitstrafe für das „Unsafe Release“ und einer weiteren für zu schnelles Fahren in einer Code‑60‑Zone zog das Team die #98 in der Schlussphase zurück.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das Wochenende der 24h Qualifiers hat uns viele wichtige Erkenntnisse für die ADAC 24h Nürburgring gebracht. Zum einen, dass wir mit unserer Performance recht gut aufgestellt sind. Das haben die beiden Top-Qualifyings und das erste Rennen eindrucksvoll gezeigt. Allerdings haben wir bis zum großen Rennen in drei Wochen auch noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen. Zum anderen hat der Sonntag uns wieder einmal daran erinnert, dass man sich im Motorsport auf so hohem Niveau wie hier auf der Nordschleife als Team keine Fehler erlauben darf. Ich möchte mich bei unseren Fahrern dafür entschuldigen, dass bei der #99 die Technik gestreikt hat und uns bei der #98 das Unsafe Release unterlaufen ist. Die Entschuldigung geht auch an das Team 9und11 Racing, deren Rennen wir damit auch beeinträchtigt haben. Aber generell ist es mir lieber, dass dies bei der Generalprobe passiert ist und wir dann hoffentlich beim Saisonhöhepunkt wieder fehlerfrei durch die 24 Stunden kommen.“

Augusto Farfus (#99 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Das Rennen am Samstag war großartig, am Ende durch den Regen ein bisschen schwierig. Ich bin stolz, dass wir wieder auf das Podium gefahren sind, und freue mich auch für die Junioren, dass sie gewonnen haben. BMW hat mit ihrer Förderung einen unglaublichen Job gemacht. Vielleicht haben wir ihnen sogar ein bisschen zu viel gezeigt. Sie werden zwar Junioren genannt, aber bezogen auf die letzten zwei Jahre gehören sie zu den erfahrensten Piloten hier auf der Nordschleife. Sie haben Speed und Talent, da muss man ihnen nichts mehr beibringen. Dass wir am Sonntag ein technisches Problem hatten, ist schade. Aber ich denke, dass wir bei BMW insgesamt gut aufgestellt sind. Die Basis ist sehr gut, aber um das große Rennen zu gewinnen braucht man neben Performance auch viel Glück.“

Marco Wittmann (#98 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Für uns im Auto mit der #98 war es ein etwas schwieriges Wochenende. Sheldon hat das Auto in beiden Top‑Qualifyings mit Rang fünf gut platziert, aber wir hatten letztlich in beiden Rennen nicht ganz die Pace, und am Sonntag hat uns der Unfall in der Boxengasse zurückgeworfen. Dennoch haben wir im Samstagsrennen noch einen guten vierten Rang geholt. Mein Startstint im Sonntagsrennen war sehr ereignisreich mit vielen Zweikämpfen, Dreikämpfen und Highspeed-Duellen. Doch ich denke, dass wir beim Top‑Speed im Vergleich zu den anderen Marken ein bisschen im Hintertreffen sind, was es gerade auf der Döttinger Höhe extrem schwer macht. Doch alles in allem war es eine gute Lernphase für uns, wir sind als Team noch enger zusammengewachsen, und ich hoffe, dass wir unsere Schlüsse daraus ziehen und beim 24‑Stunden‑Rennen stärker auftreten können. Ich hoffe auch, dass wir unser Pech nun aufgebracht haben und wir beim ADAC 24h Nürburgring das entsprechende Glück haben. Ich freue mich auf das Rennen, auf viele, viele Fans und hoffe auf ein gutes Wochenende.“

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HAUTNAH DABEI

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